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Landeselternausschuss weist Kritik des Landesrechnungshofes an „zu viel Kita-Plätzen“ zurück

Der Landesrechnungshof RLP hat in einem Bericht behauptet, dass in RLP tausende Kita-Plätze zu viel bestehen und deshalb viele Millionen bei den Kindertagesstätten gekürzt werden sollten.

Der Landeselternausschuss (LEA) hat diesen Bericht gegenüber der Presse scharf zurückgewiesen:

„Sehr geehrte Damen und Herren der Presse,

mit großer Verwunderung hat der Landeselternausschuss der Kitas in RLP, der sich seit vielen Jahren dafür einsetzt, dass endlich alle Eltern mit Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz auch tatsächlich einen solchen Platz bekommen und dass endlich ausreichend Erzieherinnen für eine pädagogisch sinnvolle Arbeit in den Kitas bereit gestellt werden, zur Kenntnis genommen, dass nach Meinung des Landesrechnungshofes RLP im Land zu viele Kita-Plätze bestehen, zu viele Erzieherinnen beschäftigt würden und Millionen Einsparpotential besteht.

Offenkundig hat der Landesrechnungshof ein Kita-System in einem Paralleluniversum untersucht. Im real existierenden RLP jedenfalls hat gerade eben erst die Bertelsmann Studie, erstellt von echten Fachleuten, die wirklich etwas vom Kita-System verstehen und dieses seit Jahren erforschen, belegt, dass tatsächlich tausende Erzieherinnen und Erzieher ZUWENIG in unseren Kitas vorhanden sind. Falls also der Landesrechnungshof tatsächlich dieses System untersucht haben sollte, dann hat er eine lausige Arbeit gemacht. Wir empfehlen den entsprechenden Mitarbeitern, den bequemen Schreibtisch zu verlassen, Verwaltungsvorschriften und Gesetzbücher aus der Hand zu legen und sich mal in die Niederungen echter Kitas zu begeben.

Im Kontakt mit dem echten Leben könnten die Excel-Artisten aus dem Elfenbeinturm des Landesrechnungshofs sehr schnell nachvollziehen, dass vorübergehend unbesetzte Plätze eine notwendige Fluktuationsreserve sind, die für das Funktionieren des Systems dringend erforderlich ist. Der Landesrechnungshof sei daran erinnert, dass Kinder nicht einen Anspruch auf irgendeine Betreuung haben, sondern Anspruch auf eine wohnortnahe pädagogische Förderung in einer qualitativ guten Kita mit ausreichend Fachpersonal.

Der Bericht des Landesrechnungshofes ist das Papier nicht wert, auf dem er geschrieben ist und fachlich verirrt. Einsparpotentiale in RLP sind ganz offensichtlich eher beim Landesrechnungshof zu sehen, dessen untaugliche Stellungnahme sicherlich entbehrlicher ist als eine wohnortnahe bedarfsdeckende Kita-Versorgung und ein guter Personalschlüssel.“

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