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Alkoholverbot bei Kita-Festen

Streit um Null-Promille-Grenze für Mamas und Papas

Ein kühles Bier auf dem Sommerfest, ein Glühwein auf der Weihnachtsfeier – in Mainzer Kitas ist das derzeit tabu. Die Stadt hat den Alkoholkonsum in Kitas untersagt. Bei einigen Eltern regt sich Widerstand. Wird jetzt alles wieder gekippt?

Kein Alkohol mehr bei Kita-Festen

Mit einer Befragung der Elternausschüsse will die Stadt wohl nach den Sommerferien nach einer Lösung suchen. Bis dahin bleiben Bier, Sekt oder Glühwein auf Feiern und Veranstaltungen in Kitas für Eltern und Bedienstete tabu, sagte Nadya Konrad (SPD), Mitglied im Jugendhilfeausschuss.

Den Ausschank alkoholischer Getränke in Kitas hatte die Stadt Mainz vor einigen Monaten verboten. Damit reagierte sie offenbar auf den Druck zweier Eltern, die sich über den Alkoholausschank in Bildungseinrichtungen beschwert hatten. Mittlerweile kritisierten zahlreiche Eltern dieses Verbot, sagt der Vorsitzende des Stadt- Elternausschusses, Andreas Winheller.

Eine zukünftige Regelung könnte so ausschauen, dass jede Kita selbst entscheidet, wie sie mit der Frage des Alkoholkonsums bei Festen umgehen will.

Lösung in Koblenz gefunden

In Koblenz hat man diese Frage schon lange beantwortet. “Ein Alkoholverbot bei Kita-Festen und -veranstaltungen ist bei uns seit langem gelebte Praxis”, sagte ein Sprecher der Stadt. Immer wenn der Träger der Kita Veranstalter sei, müsse auf Bier und Wein verzichtet werden.

Anders sei es, wenn Eltern ein Fest organisierten. “Ob dort Alkohol ausgeschenkt wird, liegt dann in der Verantwortung der Eltern.”

Quelle: SWR Landesschau vom 16.7.2013

[jbox title=”Der LEA-RLP meint:”]Nutzt der Träger sein Hausrecht, so kann dieser ein generelles Alkoholverbot aussprechen. Ist es eine Veranstaltung in der Kita hat der Elternausschußgehört zu werden. Das gesellschaftliche Leben in einem von Weinbau geprägten Bundesland spiegelt sich auch im Angebot von Wein und anderen alkoholischen Getränken bei Festen wider. Dies geschieht schon seit Jahren auch auf Festen in Kitas. Daher ist ein generelles Verbot nicht opportun, sondern sollte von den beteiligten im Einzelfall beschlossen werden.[/jbox]

 

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