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Elternvertretungen begrüßen Corona-Strategie

In einer Telefonkonferenz der Kreis-, Stadt- und Elternausschüsse in RLP mit dem Landeselternausschuss wurde am Freitag, den 18. Dezember, große Unterstützung für die Corona-Strategie der „Kita-Spitzen“ und der Landesregierung deutlich.

Die ganz überwiegende Meinung der gesetzlichen Elternvertretungen: Es ist sehr wichtig, dass die Kitas nicht geschlossen wurden. Und es ist gut, dass kein Notdienst-System angeordnet wurde. Die Erfahrungen mit dem Notdienst waren im letzten Frühjahr und Sommer sehr problematisch. Zu oft wurden vor Ort Regelungen des Landes missachtet. Zu oft wurden von Trägern und Leitungen falsche Kriterien angewendet, so dass Familien der dringend benötigte Notdienst nicht gewährt wurde. Dies hat Familien in Not gebracht und das Kindeswohl gefährdet.

Deshalb ist es richtig und wichtig, dass jetzt auf die freiwillige Solidarität der Eltern aufgebaut wurde und damit alle Familien, die unbedingt eine Betreuung brauchen, diese auch in jedem Fall erhalten können. Und die Fakten beweisen, dass diese Strategie funktioniert hat. Auch wenn den Elternvertretungen noch keine komplette Statistik vorliegt, ergaben die Rückmeldungen von der Basis ein klares Bild:
Innerhalb von zwei Tagen konnte die Betreuungsquote an vielen Stellen auf 30% oder weniger gedrückt werden – genau das musste erreicht werden, um in der aktuellen Pandemielage einen Kita-Betrieb verantworten zu können.

Entgegen der Behauptungen anderer Akteure ist eben auf die Familien Verlass, wenn es um solidarisches Verhalten in der Krise geht.

Gleichzeitig wurde berichtet, dass es an einigen Stellen Druck der Arbeitgeber gibt, die Kinder in die Kita zu geben. Hier ist es wichtig, dass die geplanten gesetzlichen Regelungen für Sonder-Betreuungsurlaub auf Bundesebene schnellstmöglich beschlossen werden – und dass sie auch die Kita-Eltern einbeziehen. Der freiwillige Verzicht auf Betreuung muss als Tatbestand anerkannt werden, wenn staatliche Stellen dazu auffordern.

Der LEA bittet die Landesregierung sich hier beim Bund für entsprechende gesetzliche Regelungen stark zu machen.

Die Erfahrungen aus diesem Jahr zeigen, wie wichtig eine verlässliche Betreuung für viele Familien ist. Deshalb bitten wir alle Akteure, sich hier für Verlässlichkeit und familiengerechte Lösungen einzusetzen. Dieses Thema verträgt keine wahlkampftaktischen Spielchen.

Im Kita-System muss gelten: Das Kindeswohl steht über allem anderen – insbesondere über den Bedürfnissen der Erwachsenen. Deshalb muss Kita-Politik und auch die Corona-Strategie immer vom Kind her gedacht werden.

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