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Gute Hygieneempfehlungen des Landes für Kita-Öffnung liegen jetzt vor

Das Land Rheinland-Pfalz hat heute die Hygiene-Empfehlungen (hier als Link zum Download) für den Kita-Betrieb zu Corona-Zeiten veröffentlicht. Die Empfehlungen wurden auf wissenschaftlicher Grundlage in Zusammenarbeit von Bildungsministerium, Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung als Aufsichtsbehörde, den kommunalen Spitzenverbänden, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Rheinland-Pfalz/Saarland, dem Landeselternausschuss RLP und der Gewerkschaft komba erstellt und im Konsens beschlossen. (Die Gemeinsame Pressemitteilung finden Sie hier zum Download)

Diese Hygieneregeln stellen einen absolut fairen Kompromiss dar, wie in einer allgemein risikoreichen Situation die Bedürfnisse der Familien, die Grundrechte der Kinder und die legitimen Bedürfnisse der Beschäftigten in einen Ausgleich gebracht werden können. Auf Grundlage dieser Bestimmungen kann nun vor Ort durch die Träger rechtssicher ein Kita-Angebot in ausreichendem Umfang etabliert werden, um allen Kindern wenigstens wieder ein eingeschränktes Angebot machen zu können. Natürlich wird der Aufenthalt in den Kitas für Kinder genauso wie für Personal mit Vorerkrankungen auf absehbare Zeit nicht in den Kitas möglich sein – hier muss über andere Lösungen nachgedacht werden.

Kritisch sieht der Landeselternausschuss Versuche der Gewerkschaften Verdi und GEW statt dieser amtlichen Hygieneempfehlungen deutlich schärfere Vorschriften durchzusetzen. So verlangen die Gewerkschaften die Begrenzung der Gruppengröße auf maximal 5 Kinder und haben auch schon ErzieherInnen ohne Vorerkrankungen als „Risikogruppen“ definiert. Wer solche radikalen Forderungen stellt, sabotiert vorsätzlich jedes Kita-Angebot für die gesamte Zeit der Corona-Normalität. Wir sprechen über die Zeit bis Frühjahr 2021. Es ist inakzeptabel, wenn eine Gruppe versucht, durch egoistische Maximalforderungen ohne Rücksicht auf andere Gruppen ihre Interesse durchzusetzen. Kitas müssen keine Null-Risiko-Oasen in einer gefährlichen Welt sein, damit sie geöffnet werden können.

Der LEA ruft daher die Gewerkschaften auf, nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten Respekt vor den Familien (und ihrer gewaltigen Solidaritätsleistung der letzten zwei Monate) und den legitimen Bedürfnissen der Kinder zu entwickeln und von den egoistischen Maximalforderungen Abstand zu nehmen. Die jetzt verabschiedeten Hygieneregeln sind dafür ein guter fairer und auch über längere Zeit tragfähiger Kompromiss.

Wir danken ausdrücklich der Gewerkschaft komba, dass sie diese Hygieneregeln als verantwortbare Grundlage für die Ausgestaltung der Kita-Öffnung so mitträgt.

Für uns Eltern ist klar: Wir vertrauen den Kitas das Wichtigste an, das wir haben: Unsere Kinder. Dies würden wir nicht tun, wenn die Situation zu risikoreich wäre, denn bei der Sicherheit unserer Kinder verstehen wir keinen Spaß.

Andreas Winheller
LEA RLP
Vorsitzender

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