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Pressemitteilung: LEA RLP vertritt die Interessen der Familien in der Corona-Krise

Die aktuelle Corona-Krise ist eine sehr große Belastung – nicht nur für die Wirtschaft sondern vor allem auch für die Familien. Insofern hat sich der LEA RLP von Anfang an engagiert, eine möglichst familienfreundliche Gestaltung der Corona-Maßnahmen zu erreichen.

Von Bildungsministerin Dr. Hubig und dem Präsidenten des Landesamtes für Jugend, Soziales und Versorgung Detlef Placzek wurde der LEA eng einbezogen, frühzeitig und informiert und immer wieder auch zur Details der Gestaltung der Maßnahmen angehört. Regelmäßig werden wir zu den Telefonkonferenzen der Kita-Spitzenverbände eingeladen. So hat LEA-Vorsitzender Andreas Winheller am 16.4.2020 an der Telefonkonferenz teilgenommen, in der über die Ausweitung des Notdienstes beraten wurde.

Durch eine Kooperation mit dem LEB (Elternvertretung der Schulen) ist es gelungen, die Interessen der Familien wirksam gegenüber der Landesregierung und den Kita-Trägern zu vertreten. Insbesondere die Gestaltung der Kita-Notdienste ist auch auf Anregungen des LEA zurückzuführen. Anders als in anderen Bundesländern war der Kita-Notdienst in RLP auch für Familien geöffnet, deren Eltern zwar nicht „systemrelevante Berufe“ haben, die aber ein Betreuungs-Härtefall sind, weil keine Betreuung sichergestellt werden kann ohne Kindeswohl oder Arbeitsplatz der Eltern und damit die Existenz der Familien zu gefährden.

Nach dem Beschluss der Bundesregierung und der MinisterpräsidentInnen soll der Notdienst jetzt weiter geöffnet werden. In einem ersten Schritt vor allem für solche Kinder, die aus „psycho-sozialen Gründen“ dringend auf die Kita-Betreuung angewiesen sind. Damit sind vor allem schwierige Betreuungsverhältnisse zuhause gemeint.

Gleichzeitig bleibt es für die Mehrzahl der Familien noch für eine weitere Zeit bei der Schließung der Kitas. Es wird sicherlich noch ein paar Wochen lang kein normaler Kita-Betrieb möglich sein.

Deshalb hat der LEA RLP heute in einer Pressemitteilung (Link zur Pressemitteilung) dringende Unterstützungsmaßnahmen für die Familien gefordert. Dazu gehört, dass endlich in allen Kommunen in Rheinland-Pfalz Elternbeiträge und Verpflegungsgelder für die Schließungszeit unbürokratisch an die Familien erstattet werden müssen. Außerdem fordern wir neben den milliardenschweren Hilfspaketen für die Wirtschaft auch ein Hilfspaket für die Familien: Eine einfache unbürokratische Lösung wäre die Auszahlung von doppeltem Kindergeld für die Corona-Monate. Das haben die Familien verdient!

Außerdem fordert der LEA, dass die Sommerschließung der Kitas in diesem Jahr nicht stattfindet, dass also die Familien, die jetzt mit allen Mitteln (auch Urlaub und Einschränkungen des Berufs) die häusliche Betreuung sicherstellen und in den Sommerferien eine Betreuung benötigen, diese dann auch garantiert bekommen. Hier brauchen die Familien dringend Planungssicherheit.

Insgesamt aber gilt: Die Familien in Rheinland-Pfalz bewältigen diese Krise bislang absolut diszipliniert und mit sehr großer Solidarität. Den Notdienst nutzen nur diejenigen, die ihn wirklich brauchen. Dafür hat die Bildungsministerin den Eltern in ihrem letzten Elternbrief auch ausdrücklich gedankt. Jetzt gilt es, das Erreichte nicht zu verspielen. Wir Familien haben zu große Opfer gebracht in dieser Krise, als dass wir den Gewinn jetzt riskieren wollen. Deshalb: Wir halten weiterhin durch und zeigen uns weiter solidarisch.

Und wir erwarten, dass die Politik uns dafür nicht nur mit schönen Worten, sondern auch mit den Unterstützungsleistungen „belohnt“, die wir verdienen. Denn die Unterstützung der Familien sind gleichzeitig dann auch das wirksamste Konjunkturprogramm.

#Wir gegen Corona

Bleiben Sie gesund!

Andreas Winheller
Landeselternausschuss der Kitas in RLP
Vorsitzender

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