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LEA weist Verdi-Forderungen zurück

Inzwischen hat auch die Gewerkschaft Ihr Forderungspapier für die Kita-Öffnung vorgelegt, sie können es hier (als Link) herunterladen.

Vieles in diesem Papier geht in die richtige Richtung. Und wir begrüßen insbesondere, dass jetzt auch Verdi dezentrale Einzelfall-Lösungen fordert, die von Eltern, Trägern und Beschäftigten vor Ort gemeinsam ausgestaltet und situationsangemessen weiterentwickelt werden sollen. Auch das Bekenntnis zu einer weiteren Unterstützung aller Familien ist richtig und wichtig.

Der LEA kritisiert aber, das Verdi weiterhin an der utopischen Maximalforderung festhält, Kita-Gruppen auf nur noch 5 Kinder zu begrenzen. Wenn sich Träger und Politik auf solche abstrusen Vollkasko-Forderungen einlassen, bedeutet das automatisch, dass die Kapazität des Kita-Systems mit einem Schlag auf maximal noch 30% sinken würde. Mit diesen Kapazitäten sind mittelfristig wahrscheinlich nicht einmal die Notbetreuung abzusichern – geschweige denn die dringend erforderlichen begrenzten Regelangebote für alle Kinder. Die Familien wären das Opfer dieser Forderungen.

Die neue Corona-Normalität wird lange anhalten, wahrscheinlich bis Frühjahr 2021. Umso wichtiger ist es, dass wir für diese Zeit ausreichend Betreuungskapazitäten gewährleisten können.

Es ist daher wichtig, dass seitens der Politik und der Träger vertretbare Kompromisse gefunden werden. Die Festlegung des Landesjugendamtes in RLP mit Begrenzung auf 10 Kinder pro Gruppe stellt hier einen fairen Kompromiss und ein angemessenes Sicherheitsniveau dar. Der LEA findet: Es ist jetzt die Zeit für solidarische Lösungen und Interessenausgleich – nicht für egoistische Maximalforderungen. In diesem Sinne wird sich der Landeselternausschuss weiterhin für gute Lösungen einsetzen und fordert die anderen beteiligten – insbesondere auch Verdi – zu Kompromissbereitschaft und Rücksichtnahme auf.

Andreas Winheller
LEA RLP
Vorsitzender

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